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Bikerwerkstatt

Schalten ohne Kupplung



Grand Prix Piloten

fahren mit Schaltautomaten, die das Betätigen der Kupplung beim Heraufschalten überflüssig machen. Durch den Automaten werden wertvolle Zehntelsekunden gewonnen und gleichzeitig wird der Handmuskel geschont.

Die Schaltautomaten funktionieren im Prinzip dadurch, dass während des Gasgebens beim Berühren des Schalthebels kurzzeitig die Zündung oder der Benzinzufluss unterbrochen wird. Der Kraftfluss im Getriebe schaltet hierduch von Zug auf Schub um. Durch diesen Vorgang wird für Sekundenbruchteile das Getriebe entlastet und der nächste Gang kann - ohne Betätigung der Kupplung - eingelegt werden.

Wir brauchen keinen Schaltautomaten

Haben wir keinen Schaltautomaten, so können wir dennoch ohne Kupplung schalten: Wir simulieren mit dem Gasgriff das Verhalten des Schaltautomaten. Und darüberhinaus: Wir können sogar ohne Kupplung herunterschalten, ein Vorgang für den herkömmliche Automaten nicht ausgelegt sind.

Das Heraufschalten

Beim Beschleunigen - Gasgriff auf - gehen wir ganz kurz vom Gas - Gasgriff einige Millimeter auf zu - und schalten fast zeitgleich (in dem Moment wenn das Getriebe entlastet wird) einen Gang höher.

Das Ganze kostet zugegebenermaßen anfangs etwas Überwindung. Hat man jedoch den richtigen Zeitpunkt erwischt, ist man erstaunt, wie einfach der Gang reinflutscht. Hat man andererseits den richtigen Schaltzeitpunkt verpasst, so lässt sich der Schalthebel nicht nach oben zum Heraufschalten bewegen.

Nach einigen Versuchen ist der Schaltzeitpunkt erspürt und die neue Schalttechnik kann trainiert werden.

Das Herunterschalten

erfordert einen Handgriff mehr. Beim Zurückschalten ist normalerweise das Gas zu. Das Getriebe steht dadurch auf Schub und ist nicht entlastet.

Jetzt machen wir einige Millimeter das Gas auf und gleich wieder zu und schalten fast zeitgleich (in dem Moment wenn das Getriebe entlastet wird) einen Gang tiefer.

Da bei diesem Vorgang das Motorrad leicht beschleunigt, achten wir selbstverständlich auf die Verkehrssituation - ansonsten gilt für das Training das gleiche Vorgehen wie beim Heraufschalten.

Fazit

Wer jetzt das Schalten ohne Kupplung beherrscht, wird sich fragen, warum er sich jahrelang mit der Kupplung abgequält hat.

Quelle: gsxr-fieber.de

Motorradhelme

Reifen

Reifen unsere Verbindung mit der Strasse

Aktuelle Bezeichungenen der Reifen

So bedeutet die Aufschrift 160/60ZR17 (69W) TL M/C folgendes:
160 bedeutet der Motorradreifen ist 160 mm breit
60 gibt das prozentuale Verhältnis von Reifenbreite zu Reifenquerschnitt an, in unserem Beispiel sind das 96 mm.
ZR Radialreifen für Vmax über 240 km/h
17 gibt den Felgendurchmesser in Zoll an.
69W Tragfähigkeitsindex 69 (325 kg), Speedsymbol W bedeutet eigentlich 270 km/h, es steht hier aber in Klammern und das bedeutet, der Reifen ist für Geschwindigkeiten größer 270km/h freigegeben
TL ist eine Abkürzung für Tubeless und bedeutet schlauchlos.
M/C steht für Motorcycle (Pflichtkennung für Amerika). Dieses Kennzeichnung, muss spätestens seit Mai 2003 auch auf Motorrad- und Rollerreifen in 13 Zoll bis 19 Zoll aufgebracht sein.
Die Aufschrift 130/80-18 69S TT bezeichnet einen Diagonalreifen und hierbei:
anstelle ZR deutet auf Diagonalbauweise hin.
TT Tube Type, Reifen mit Schlauch
S Speedsymbol, hier 180 km/h
andere Angaben siehe oben.
Diese Angaben müssen in Deutschland mit den Daten in der Zulassungsbescheinigung (alt: Fahrzeugschein) übereinstimmen oder es muss eine Reifenfreigabe vorliegen. Wichtig ist, dass die Kombinationen aus Vorder- und Hinterradbereifung eingehalten werden.
Bei einigen Motorrädern werden sogar explizit Hersteller und Modellbezeichnung der zu verwendenden Reifen vorgeschrieben.
Um etwas freier bei der Reifenwahl zu sein, kann man allerdings versuchen diese Reifenbindung "austragen" zu lassen. Besteht nämlich kein Herstellereintrag hat man die freie Wahl zwischen den Anbietern.
Eine weitere Möglichkeit ist die Freigabebescheinigung eines Reifenherstellers. Die darin eingetragenen Reifen darf man dann nutzen. Die Freigabebescheinigung erweitert die Liste im Fahrzeugschein ohne jeden bürokratischen Aufwand. Sie gibt es beim Reifenhändler oder beim Reifenhersteller, auch per Download von der Website der Unternehmen. Die Continental AG bietet die Bescheinigung sogar im Kreditkarten-Format an.
Laufleistung der Reifen

Die Laufleistung ist die Strecke, die ein Reifen vom Neuzustand bis zum (meist durch Verschleiß) notwendigen Wechsel zurücklegt. Bei Straßenreifen ist spätestens beim Erreichen der Mindestprofiltiefe ein Wechsel notwendig - umgangssprachlich: „das Profil ist abgefahren“.
Beim Motorradreifen hängt die erreichbare Laufleistung von vielen Faktoren ab, einige davon sind:Reifenfabrikat Reifentyp (Sport, Sporttouring, Enduro) individuelle Fahrweise - häufiges Beschleunigen und Bremsen erhöht den Verschleiß Geschwindigkeit - bei sehr hohen Geschwindigkeiten steigt der Verschleiß stark an Reifendruck - bei falschem Reifendruck steigt der Verschleiß Gewicht (Zuladung)Wesentlich für die Laufleistung sind die verwendeten Materialmischungen. Man spricht dabei von weich für Reifen mit großer Bodenhaftung und höherem Verschleiß und hart bei geringerer Bodenhaftung und niedrigerem Verschleiß.
Die Reifenhersteller bieten für die unterschiedlichen Einsatzgebiete (Rennstrecke, Sport, Touren, Enduro) speziell abgestimmte Reifen an. Je nach Einsatzzweck sind die erreichbaren Laufleistungen dadurch sehr unterschiedlich. Ein weicher Reifen speziell für die Rennstrecke soll die bestmögliche Bodenhaftung haben, muss aber häufig schon nach wenigen 100 km gewechselt werden. Ein härterer Reifen für Tourenfahrten hat immer noch eine gute Haftungsfähigkeit, kann aber 10000 km und mehr erreichen. Einige Hersteller verwenden auch Mischformen für die Lauffläche: weiche Außenbereiche für hohe Schräglagenhaftung und ein härterer mittlerer Bereich für eine hohe Laufleistung bei der häufigeren Fahrt geradeaus.